25. Mai 2020

Austrian Wine Live Tastings

Good vibes an die österreichischen Winzer senden in Zeiten von Corona und Lockdowns – das war die Absicht hinter 30 Live-Tastings auf Instagram mit Top-Sommeliers rund um den Erdball den ganzen April hindurch.

Den wirklich außergewöhnlichen Umständen ist es geschuldet (oder zu verdanken), dass im April mit den Live-Instagram-Verkostungen unter dem Motto „Austrian Wine – Down to Earth“ etwas wirklich Einzigartiges, nicht zu Erwartendes und Geniales entstanden ist. Die besten Sommeliers der Welt waren zu Gast, um ihre Ansichten über und Vorlieben für den österreichischen Wein mit der Community zu teilen.

Einmal virtuell rund um die Welt

Die Onlinereise führte unter anderem von England nach Spanien, von New York nach Peru, von Russland nach Neuseeland, von Sydney nach Lettland, von Paris nach Dänemark, um schlussendlich in Wien wieder zu landen. Es teilten Sommelier-Weltmeister, Europameister und unzählige Sommelier-Champions der jeweiligen Länder ihre Lieblingsweine und Erfahrungen im Restaurant mit österreichischen Weinen.

„Geboren“ wurde diese Verkostreihe als Unterstützung und Aufmunterung für alle österreichischen Winzer – um Ihnen zu zeigen, wie „unsere“ Weine weltweit geschätzt und eingeschenkt werden.

Die weltweiten Anforderungen an Restaurantweine sind natürlich abhängig von der jeweiligen Landesküche und deren Stil, aber auch von den jeweiligen Trinkvorlieben. So wird generell in Südamerika um einiges mehr Rotwein als Weißwein getrunken, unabhängig vom jeweiligen Klima. An der Ostküste der USA kann Roséwein mit bis zu 30-prozentigen jährlichen Zuwächsen aufwarten, während er wiederum in Irland eigentlich nicht vorhanden ist.

Authentizität und Charakter

Ausgesucht und hergezeigt wurden von den jeweiligen Sommeliers durch die Bank Weine mit Trinkfluss, Spannung, Authentizität und Charakter. Sogenannte „konzentrierte Blockbusterweine“ kamen nicht vor. Übermäßiger Holzeinsatz, Konzentration und/oder kräftiger Alkohol waren fehl am Platz. Punkte oder Bewertungssieger gibt es natürlich, allerdings sah man in der 30-tägigen Verkostungen keinen.  Auch die Low-Intervention-Wines oder Naturalwines aus Österreich erfreuen sich international größter Beliebtheit. Bitte hier aber zwischen extremen Orange- und Naturalweinen zu unterscheiden.

Die Sommeliers suchen und servieren Weine mit Zug, Spannung, Charakter, die ihre Herkunft nicht verleugnen, ohne dabei jemals den Gast zu überfordern. Österreichischer Wein ist eine Nische, die aber keine ist, geschuldet höchstens unserem österreichischen jährlichen Flaschenoutput und Gott sei Dank unserer Kleinstrukturiertheit. In der Welt des Weins sind wir mengenmäßig ein Winzling, aber qualitativ ein Riese, der sehr gerne aufgemacht und serviert wird. Exot waren wir vielleicht einmal, sind wir aber durch die Bank nicht mehr. Das einzige Problem besteht darin, dass die Weine in gewisse Ecken der Weinwelt exporttechnisch noch nicht ganz vorgedrungen sind. Diese Entwicklung wird von den Sommeliers aber mehr als erwartet. Die Sommeliers haben hier gaumen- und wissenstechnisch den dortigen Importmarkt überholt.

Gruener and Blaufraenkisch rule!

Grüner Veltliner steht sozusagen erste Reihe fußfrei, Riesling gleich dahinter. Niederösterreich sticht bei den Weißweinen an Bekanntheit hervor. Die Steiermark noch etwas zögerlich dahinter, wobei der steirische Sauvignon blanc international als gleichwertig mit der Loire, weißem Bordeaux und Neuseeland angesehen und behandelt wird. Weißwein aus dem Burgenland (Leithaberg lässt grüßen) gewinnt an Bekanntheit. Bei den Süßweinen sind wir sowieso eine Macht, aber auch international verliert der Süßwein, nicht nur der österreichische, leider sukzessive seinen Platz am Tisch.  Blaufränkisch ist international, anders als bei den österreichischen Konsumenten, der King und St. Laurent als absolute „Geheimrebsorte“ angesehen. Zweigelt ist auch da – aber halt nur da. Unsere bis vor einigen Jahren so beliebten Cuvées wurden eigentlich nicht wirklich erwähnt und fristen hinter den reinsortigen Charakterweinen eine Nischendasein.

It was a real pleasure ...

Auch eine weitere Gemeinsamkeit, die man aus dieser Serie mitnehmen kann: Die Sommeliers der Welt sehen sich als Wühlmäuse oder Indiana Jones der Weinwelt, um IHREN Gästen etwas Neues, Spannendes zu zeigen. Das wird umso wichtiger, je hochdekorierter der Arbeitsplatz ist. Bemerkenswert ist außerdem, wie geerdet sich die „großen“ Sommeliers der Welt präsentierten: Service am Gast, Dienstleistung, Freude, Enthusiasmus und herzliche Leidenschaft sind Attribute, die diese Kollegen, Vorbilder und Freunde auszeichnen.

Es war mir eine Ehre, diese Serie verkosten zu dürfen.

Wie es den leeren Flaschen am Ende des Monats ergangen ist, ist auf YouTube zu sehen: https://youtu.be/RIgoU7tlSRQ

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